BDO für Förderprogramm „Bündnisse für Bildung“ ausgewählt

163 bundesweit tätige Verbände und Initiativen der außerschulischen Bildung haben sich bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ um Fördermittel beworben. Heute gab Bundesministerin Annette Schavan in Berlin die 35 Gewinner, darunter auch die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände e.V. (BDO), bekannt. Sie erhalten in den kommenden fünf Jahren insgesamt bis zu 230 Millionen Euro.

 

Ministerin Schavan gratulierte „allen Verbänden und Initiativen, die heute für eine Förderung ausgewählt worden sind. Gute Bildung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Deshalb freue ich mich ganz besonders über die hohe Qualität der eingereichten Konzepte. Sie zeigen, dass gute Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, bei der wir alle an einem Strang ziehen. Dabei konzentrieren wir uns mit ‚Kultur macht stark‘ auf die kulturelle Bildung, weil sich junge Menschen dadurch neue Ausdrucksformen erschließen können, die ihrer individuellen Entwicklung und ihrem Bildungserfolg entscheidend zugutekommen.“

BDO-Präsident Ernst Burgbacher MdB zeigte sich „hoch erfreut, dass die Jury Musikvereine als einen der wichtigsten Träger instrumentaler musikalischer Bildung im außerschulischen Bereich anerkennt und der instrumentalen Laienmusik dieses nachhaltige, in der Breite wirkende Förderinstrument zur Verfügung stellt.“ Der klassische Musikverein sei in ländlich geprägten Regionen überproportional stark vertreten und gestalte das soziale Leben vor Ort in vielfacher Hinsicht selbst aktiv mit. „In diesen Gebieten können mit den Bündnissen für Bildung infrastrukturelle Defizite durch Musikvereine und ihre Strukturen besonders gut ausgeglichen werden“, führte Burgbacher weiter aus. Durch integrative Maßnahmen und der Einbeziehung von Gleichaltrigen sollen die vor Ort verwurzelten Musikvereine den Heranwachsenden bei der Ausgestaltung einer eigenen Persönlichkeit helfen und damit die Gesellschaft auch insgesamt nachhaltig fördern.

Die Schriftstellerin und Journalistin Hatice Akyün erklärte als Mitglied der hochkarätigen und aus allen kulturellen Bereichen besetzen Jury: „Mich haben vor allem die ungewöhnlichen und originellen Ideen in den Konzepten überrascht. Ich glaube, diese Projekte können wirklich etwas bewirken, weil sie alle Kinder und Jugendliche unseres Landes im Blick haben, egal woher sie ursprünglich stammen. Die Projekte sind zeitgemäß, modern und man spürt, wie viel Herzblut in ihnen steckt.“

Die BDO hatte sechs verschiedene Rahmenkonzepte für außerschulische Maßnahmen eingereicht, welche nun ab dem Jahr 2013 in Bündnissen für Bildung von den Musikvereinen mit zwei weiteren Kooperationspartnern (z.B. Jugendzentren, Schulen, lokalen Instrumentenherstellern, kirchlichen Organisationen, Integrationsbeauftragten, Kulturvereinen, Musikschulen, etc.) auf lokaler Ebene adaptiert werden können. Die BDO legt als Dachverband des instrumentalen Laienmusizierens bei den einzelnen Maßnahmen dabei besonderen Wert auf den integrativen Charakter von musikalischer Bildung, der weit über das reine Musizieren hinausgeht.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Unterseite www.bfb.orchesterverbaende.de.