Maßnahmenkonzepte

Die BDO bietet - je nach Altersgruppe - verschiedene Maßnahmen an, welche alle das gemeinsame Ziel verfolgen, den TeilnehmerInnen musikalische Bildung zu vermitteln.

 

Musikalische Bildung ist als Voraussetzung für kulturelle Teilhabe ein wichtiger Bestandteil von Allgemeinbildung. Über die musikalische Bildung werden nicht nur musikalische Kompetenzen vermittelt. Musik selber auszuüben bedeutet beispielsweise auch zu lernen, sich selbst auszudrücken, mit anderen zu kommunizieren oder sein eigenes Handeln selbstkritisch zu hinterfragen. Auf diese Weise ist eine eigenständige Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit möglich. Musikalische Bildung impliziert dabei ein Verständnis der eigenen Kultur ebenso wie die Offenheit gegenüber anderen Kulturen. Musikalische Bildung ist daher ein Schlüssel zur Integration verschiedener Kulturen.

 

Gerade der Zielgruppe - benachteiligten Kindern- und Jugendlichen - wird auf diese Weise ein Weg angeboten, welcher die Diskrepanz zwischen der eigenen Herkunft und der gewünschten Zukunft verringern kann. Sozial gestärkte und gut gebildete Personen fallen seltener polizeilich auf als Personen aus bildungsfernen Familien, welche keinen Zugang zu entsprechend kostengünstigen Bildungsmaßnahmen erhalten. Das Ziel aller Angebote ist es deswegen, die Zielgruppe auf ein eigenes, stabiles Leben vorzubereiten, das auf Selbstvertrauen, korrekter Selbsteinschätzung, Rücksicht und vielen anderen Soft-Skills die nicht für alle Kinder und Jugendlichen völlig selbstverständlich sind, basiert.

 

Die BDO ist der Auffassung, dass es daher Ziel sein muss, der Zielgruppe den Zugang zur musikalischen Bildung durch niedrigschwellige, möglichst breit gefächerte Angebote vor Ort zu ermöglichen. Dies soll im Rahmen der im Anschluss kurz skizzierten Maßnahmenkonzepte erfolgen. Die Qualitätssicherung jeder Maßnahme auf der Bundesebene erfolgt hierbei durch die Verpflichtung des lokalen Bündnisses, die jeweils vorgegebenen Qualitätskriterien zu beachten und durch die Auswertung eines Sachberichts nach vorgegebenem Schema. Außerdem sollen die TeilnehmerInnen jeder Maßnahme eine gewisse Zeit nach Abschluss der Maßnahme durch die lokalen Bündnispartner für erneute Maßnahmen angefragt oder deren Erfahrungen evaluiert werden.

 

Damit die Zusätzlichkeit der geplanten Maßnahmen sichergestellt ist, darf das lokale Bündnis das jeweilige Konzept in dieser Konstellation von Bündnispartnern nicht bereits vorher durchgeführt haben.

 

Grundsätzlich können die Maßnahmenkonzepte je nach den Gegebenheiten vor Ort in den Räumlichkeiten des Musikvereins oder eines anderen Bündnispartners stattfinden. Die BetreuerInnen der Maßnahmen werden bei der Bewilligung des lokalen Bündnisses im Rahmen der Zentralstellenarbeit der BDO für das Konzept formal und entsprechend inhaltlich geschult. Der jeweils federführende Bündnispartner ist für die pädagogische Kompetenz und die jugendrechtlich relevanten Qualifikationen der BetreuerInnen verantwortlich.