Motivation aus Engagement

Bei dieser Maßnahme werden junge Menschen in den letzten beiden Schuljahren und Berufsanfänger in der Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur unterstützt. Gerade bei Jugendlichen aus bildungsbenachteiligten Familien ist der soziale Rückhalt oft unsicher. Die jungen Menschen sollen daher Ansätze zur Eigenmotivation vermittelt bekommen. Es soll den TeilnehmerInnen verdeutlicht werden, dass mit einer ehrenamtlichen Verantwortung, an die sie herangeführt werden sollen, u.a. Selbstwertgefühl, Selbstkontrolle, Organisationstalent und nicht zuletzt Motivation angeeignet bzw. gestärkt werden. Die TeilnehmerInnen sollen ermuntert werden, sich für etwas zu engagieren und die dabei erlernten Fähigkeiten und Erfahrungen auf sich selbst zu übertragen.

Die Maßnahme richtet sich an ca. 20 TeilnehmerInnen im Alter von 16 - 18 Jahren und soll in drei Wochenendeinheiten (inkl. Übernachtung) im Zeitraum von 3 Monaten durchgeführt werden. Für die TeilnehmerInnen sind keine Vorkenntnisse von Nöten. Idealerweise kennen die TeilnehmerInnen aber einen Verein oder eine vergleichbare Institution. Die Maßnahme soll dazu dienen, Berührungsängste vor der Übernahme eines Ehrenamts abzubauen, welche auch als Qualifikationen im Berufsleben helfen können. So werden Managementsysteme und Führungsstile vorgestellt, Motivations- und Teamarbeitsprozesse erläutert sowie Kommunikationstechniken (Medienbildung) vermittelt. Dabei wird für die Beispiele stets ein direkter Bezug zur kulturellen Bildung verwendet, um zu demonstrieren, welche komplexen und spannenden Tätigkeiten in organisatorischen Prozessen in diesem Sektor ausgeübt werden können. Das Konzept baut dabei auf einer durch die b.i.g.Group entwickelten Maßnahme für Ehrenamtliche auf, welche erfolgreich an der Akademie des Bundes Deutscher Blasmusikverbände durchgeführt wurde.

Der Leiter/die Leiterin der Maßnahme wird durch zwei ehrenamtliche BetreuerInnen unterstützt, welche in der Gruppe aktiv mitwirken und diese dadurch stützen und eine Vorbildfunktion übernehmen. Auch können die ehrenamtlichen BetreuerInnen gegebenenfalls einzelnen TeilnehmerInnen gezielt bei speziellen Fragestellungen helfen oder bei Rollenspielen bestimmte Aspekte verdeutlichen.

Dieses Maßnahmenformat kann auf lokaler Ebene durch die Auswahl der Bündnispartner angepasst werden. Die Bündnispartner bringen dabei jeweils aus Ihrem Blickwinkel die verschiedenen Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung durch die Übernahme eines Ehrenamts im Kontext der Kulturellen Bildung ein. Der Großteil der ca. 30.000 Musikvereine und -vereinigungen in Deutschland ist ehrenamtlich geführt, hier ist also ein großes Expertenwissen vorhanden. So können z.B. der Vorstand eines Musikvereins die Managementsysteme eines gemeinnützigen Vereins, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter eines Jugendzentrums Beispiele von Kommunikationstechniken (z.B. Deeskalationsstrategien) und eine Jugendleiterin eines Musikvereins Möglichkeiten zur Teamarbeit und gegenseitigen Motivation für gemeinsame Ziele vorstellen. Oder aber ein Helfer berichtet von den komplexen Aufgabenstellungen während einer Großveranstaltung und dem positiven Gefühl, aktiv an einer Gemeinschaft teilzuhaben.

 

Förderhöhe:

Diese Maßnahme kann mit bis zu EUR 11.901,- gefördert werden. Dieser Gesamtbetrag setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • bis zu EUR 3.150,- für den/die Referenten/in der Maßnahme (45 Zeitstunden à EUR 70,00 brutto, ggf. inkl. Künstlersozialabgabe)
  • bis zu EUR 900,- für zwei ehrenamtliche BetreuerInnen (2 x 45 Zeitstunden à EUR 10,00 brutto, ggf. inkl. Künstlersozialabgabe)
  • bis zu EUR 6.072,- für Verpflegung und Unterkunft der TeilnehmerInnen, des/der Referenten/in und BetreuerInnen ((20 + 2 + 1) x 6 Tage x EUR 44,00)
  • bis zu EUR 1.173,- für die Fahrtkosten der TeilnehmerInnen, des/der Referenten/in und BetreuerInnen ((20 + 2 + 1) x EUR 51,00)
  • bis zu EUR 606,- für sächliche Verwaltunsgausgaben nach Vorlage von Einzelbelegen

 

Nachweispflichten der Bündnisse:

Die Bündnisse müssen den Mittelfluss der Fördergelder gründlich dokumentieren und belegen. Dies erfolgt neben der üblichen Buchhaltung durch verschiedene von der BDO zur Verfügung gestellte Formulare wie z.B.:

  • Teilnehmerlisten
  • Benennung und Angaben zur Qualifikation der ReferentInnen
  • administrative Unterlagen und Belege

 

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