Was ist ein lokales Bündnis?

Die Bündnisse sollen von den Präsidenten oder damit Beauftragten der Musikvereine initiiert werden, so dass ein Musikverein bzw. eine Musikvereinigung Bündnispartner im Sinne der Richtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist. Im Einzelfall kann als Bündnispartner auch eine andere Institution auftreten. Diese muss ihre musikalischen Kompetenzen gesondert nachweisen. Für die Zusammensetzung der Bündnisse gibt es keine über die Richtlinie hinausgehenden Vorgaben.

Bezüglich der lokalen Kooperationspartner sollen keine bundesweiten Vorschriften gemacht werden. Die BDO wird allerdings inbesondere bei den entsprechenden Maßnahmenkonzepten bzgl. der Bereitstellung von Instrumenten für die Bündnisse Vorschläge entwickeln und an die Bündnisse kommunizieren. Einige der Maßnahmen sollten sinnvollerweise in enger Kooperation mit einer lokalen Bildungseinrichtung durchgeführt werden. Da in den ländlichen Gebieten allerdings sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen gegeben sind, können die jeweiligen Musikvereine vor Ort am besten beurteilen, welche Partner für eine Kooperation tatsächlich geeignet sind.

Im Folgenden sollen einige potenziell geeignete Kooperationspartner vor Ort aufgeführt werden:

Kindergärten, Schulen, Kommunen, Jugendämter, lokale Instrumentenhersteller, Jugendzentren, kirchliche Organisationen, Integrationsbeauftragte, lokale Vereine wie z.B. Feuerwehr oder Schützenverein, Vereine der Wohlfahrtsverbände, Jugendwerke, Jugendhäuser, Kulturvereine, Musikschulen, Jugendring, Wohngesellschaften und Sportvereine.

 

Kriterien für ein gültiges Bündnis:

Mindestens drei Partner mit verschiedenen (inhaltlichen) Schwerpunkten haben sich zusammengeschlossen.

Keiner der Partner ist eine Einzelperson.

Die Kooperation muss durch entsprechende Vereinbarungen zwischen den Kooperationspartnern nachgewiesen werden.

Mindestens ein Partner muss Musikverein bzw. Musikvereinigung sein oder im Einzelfall gesondert musikalische Kompetenzen nachweisen.

Mindestens ein Partner muss bestehenden und direkten Kontakt zur Zielgruppe nachweisen.

Mindestens ein Partner muss Kompetenzen in der Jugendarbeit nachweisen.

Mindestens zwei Partner müssen regelmäßig aktiv vor Ort tätig sein.

Das Bündnis darf das jeweilige Maßnahmenkonzept nicht bereits vorher in dieser Konstellation durchgeführt haben.

Das Bündnis darf nicht das Regelangebot von KITA und/oder Schule umfassen bzw. ersetzen.

Mit der Maßnahme darf vor der Bewilligung noch nicht begonnen worden sein.

Für die Maßnahmen dürfen KEINE anderen öffentlichen Fördermittel jeglicher Art zur Verfügung stehen, etwa auf Grundlage des SGB VIII.

Die Bündnispartner bringen immaterielle Eigenleistung durch Engagement, Infrastruktur, Werbung etc. ein.

 

Schulen

Für das gesamte Förderprogramm gilt: Schulen können Teil eines Bündnisses für Bildung sein und somit Kooperationspartner bei außerschulischen bzw. außerunterrichtlichen Bildungsmaßnahmen für benachteiligte Kinder und Jugendlich im Sinne des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Dabei sind allerdings folgende Punkte ohne Ausnahme zu beachten:

  • (Letzt-) Zuwendungsempfänger und Veranstalter der Maßnahme auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger, nicht die beteiligte Schule.
  • Die Maßnahme findet außerhalb der Unterrichtszeiten statt. (Ggf. beteiligte Lehrer dürfen mit Nebentätigkeitserlaubnis oder ehrenamtlich außerhalb ihrer Dienstzeit tätig sein.)
  • Die Teilnahme der SchülerInnen an der Maßnahme ist freiwillig.
  • Die Maßnahme wird verantwortlich von dem außerschulischen Träger geplant und durchgeführt.
  • Projekttage oder Projektwochen von (!) Schulen können nicht durch "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" gefördert werden.

 

(Anmerkung: Anträge können nicht durch einen formalen Bildungsort gestellt werden, Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft hingegen sind antragsberechtigt.)