Musik kennt kein Alter

Es kann gemeinhin als anerkannt angesehen werden, dass das aktive Musizieren in einem Orchester eine sinnvolle Lebensgestaltung im Alter darstellt. Neben musikkulturellen Erfahrungen spielen hierbei in erster Linie auch soziale und gesellschaftliche Aspekte eine große Rolle. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es jedoch kein erschlossenes Datenmaterial zur Situation von Seniorenorchestern in Deutschland. Die langfristige Zielsetzung der Initiative „Musik kennt kein Alter“ ist es daher, sich dieses stetig wachsenden Bereichs des instrumentalen Amateurmusizierens systematisch anzunehmen.



Grundsätzliche Zielsetzung der Initiative ist es, Impulse für das aktive Musizieren im Alter zu setzen. Folgende Überzeugungen der BDO bezüglich der Sinnhaftigkeit und des Nutzens regelmäßiger aktiver musikalischer Betätigung im Alter stehen vor diesem Hintergrund im Mittelpunkt der Überlegungen:

  • Die geistige Regsamkeit und Kreativität wird erhalten.
  • Die seelische und körperliche Gesundheit wird gesichert.
  • Eine Isolation wird durch das soziale Miteinander verhindert.
  • Die Fähigkeiten des gemeinsamen Instrumentalspiels werden genutzt, um dem Leben im Alter einen Sinn zu geben.

 

Diese Thematik bearbeitet die BDO momentan wie folgt:

  • Die BDO hat eine wissenschaftliche Studie zu den Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschen Musikvereinigungen in Auftrag gegeben und publiziert.
  • Vorbereitung einer ersten viertägigen Großveranstaltung auf Bundesebene mit dem Titel „Deutsches Orchestertreffen 60+“ im Spätsommer 2013. Die Teilnehmer erwartet ein breit gefächertes Programm mit viel Musikpraxis, Fortbildungen und Informationen für die Seniorenmusiker selbst, aber auch für Vereinsvorstände, Dirigenten, Organisationsleiter und Beauftragte für Seniorenarbeit in Verbänden.
  • Vorbereitung eines parallel zum „Deutschen Orchestertreffen 60+“ stattfindenden Wissenschaftskongresses mit dem Thema „Gesundheitliche und psychische Wirkungen des Orchestermusizierens im dritten Lebensalter“. Hier sollen Experten aus Universitäten, Forschungsinstituten und Kliniken den wissenschaftlichen Stand der Gerontologie, Neuropsychologie und Entwicklungspsychologie darlegen. Daraus erwarten wir Erkenntnisse für weiterführende Studien zu unserem und damit dem Anliegen Ihrer Musikvereine.
  • Aufbau einer Adressdatei von Seniorenorchestern zum Zweck des Informationsaustausches. Zu diesem Punkt benötigen wir Ihre Mitarbeit: Senden oder mailen Sie uns bitte dieses Rückmeldeblatt mit den erbetenen Angaben zu, auch wenn in Ihrem Verbandsbereich noch keine Seniorenorchester existieren sollten. Mit Ihrer Rücksendung helfen Sie uns, Ihren Verband in unser Netzwerk mit Informationen zum Thema „Senioren in Musikvereinen“ einzubinden.