Musikstudium in Deutschland weiterhin attraktiv

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, erfasst und dokumentiert Strukturen und Entwicklungen der Musikkultur in Deutschland und benutzt dabei Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. Da fließen auch Studierendenzahlen an Musikhochschulen, Kirchenmusikhoch-schulen, PH’s und auch von Fachhochschulen ein.


Diese breit angelegte Statistik weist aus, dass das Interesse an künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Berufen ungebrochen ist. Etwa die Hälfte der rund 30 600 Musikstudierenden im WS 2011/12 strebte eine künstlerische Ausbildung im Bereich Instrumentalmusik/Orchestermusik an, wobei Jazz und Popularmusik die deutlichsten Zuwächse zeigen. Etwa ein Drittel der Musikstudierenden verteilte sich auf künstlerisch-pädagogische Studiengänge, in musikwissenschaftlicher Richtung war ein Viertel immatrikuliert. Der Anteil der ausländischen Studierenden blieb mit durchschnittlich einem Anteil von einem Viertel tendenziell unverändert.


Dass die künstlerischen Studiengänge durchaus ihre „Qualitäts-Hürden“ und damit eine Auslese in den Weg stellen, zeigt die deutlich niedrigere Zahl an Absolventen. Im Jahr 2011 haben rund 5700 Absolventen ihr Studium erfolgreich beendet, darunter über 2100 Orchester- bzw. Instrumentalmusiker und etwa 1200 Musiklehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen.