Engagement in Kultur und Musik - Erkenntnisse aus dem Freiwilligensurvey

Im Rahmen der von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) in Kooperation mit der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände und anderen Organisationen veranstalteten Fachtagung "Ehrenamt in der Kultur - Zukunft des freiwilligen Engagements" am vergangenen Wochenende an der Bundesakademie Trossingen hielt Dr. Mareike Alscher vom Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement der Humboldt Universität Berlin einen Impulsvortrag über das Engagement in Kultur und Musik. Sie wertete dabei die fachspezifischen Erkenntnisse aus dem Freiwilligensurvey von 2014 aus. Informationen zum Engagement in Kultur und Musik sind für 2.589 Teilnehmende des Freiwilligensurveys verfügbar, an dem insgesamt 28.690 Personen teilgenommen hatten.

 

Hier eine Zusammenfassung ihrer zentralen Ergebnisse:

 

  • Das Engagementfeld Kultur und Musik gehört neben dem Sport sowie dem Bereich Schule und Kindergarten zu den großen Engagementfeldern, in denen sich besonders viele Menschen in Vereinen oder selbstorganisiert freiwillig engagieren.

     

  • Der dominante Typ einer freiwillig engagierten Person im Bereich Kultur und Musik ist weiblich, gut gebildet, erwerbstätig und wohnt im städtischen Raum.

     

  • Freiwillig Engagierte im Bereich Kultur und Musik sind im besonderen Maße gemeinschaftlich und gesellschaftlich motiviert, Kreativität wird als sehr wichtiger Wert eingeschätzt.

     

  • Im Fokus der Aufmerksamkeit freiwillig Engagierter im Bereich Kultur und Musik stehen Kinder und Jugendliche.

     

  • Engagierte im Bereich Kultur und Musik sind vordergründig mit der Organisation und Durchführung von Treffen und Veranstaltungen beschäftigt. Sie widmen sich überdurchschnittlich häufig der Öffentlichkeits- und Informationsarbeit sowie der Vernetzungsarbeit.

     

  • Die Mehrheit der Engagierten im Bereich Kultur und Musik sind in einer Organisation ohne Hauptamt tätig.