Kulturelle Bildung Bestandteil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Bild: Die Bundesregierung

Am 11. Januar 2017 hat die Bundesregierung die »Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016« beschlossen. Bei der Neuauflage der Strategie handelt es sich um die umfassendste Überarbeitung seit dem erstmaligen Beschluss 2002. Sie stellt auch den zentralen Rahmen für die nationale Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen dar.

Unter Punkt 4. Bildung geht es auch um den wichtigen Beitrag von Vereinen und Verbänden zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Schon lange fördert die BDO aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereitgestellt werden, Lehrgänge und Arbeitstagungen ihrer angeschlossenen Verbände. Auch beim größten Förderprogramm der kulturellen Bildung in Deutschland, „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ist die BDO von Anfang an dabei. Beide Fördermaßnahmen werden explizit aufgeführt.

"Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leisten die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit hier wichtige Beiträge für die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung junger Menschen. Der Bund hat nach § 83 SGB VIII die Aufgabe, die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe anzuregen und zu fördern, soweit sie von überregionaler Bedeutung ist und ihrer Art nach nicht durch ein Land allein wirksam gefördert werden kann. Der Kinder- und Jugendplan (KJP) ist das zentrale Instrument des Bundes zur Erfüllung dieser Aufgaben auf dem gesamten Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe. Aus den Mitteln des KJP fördert die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Verbände und Fachorganisationen und deren Angebote der politischen, sportlichen und kulturellen Bildung sowie der Jugendverbandsarbeit. Im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms sind außerschulische Lernorte wichtige Partner in der Entwicklung von lokalen Bildungslandschaften und der Umsetzung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor Ort." (S. 85 Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016)

"Kunst und Kultur prägen unser Zusammenleben und unsere Werte. Künstlerinnen und Künstler sowie Kultureinrichtungen, die in Deutschland gemeinsam eine weltweit einzigartige kulturelle Infrastruktur bilden, tragen zur Vermittlung von Traditionen, Kenntnissen und Werten bei. Der Kulturellen Bildung kommt deshalb eine wichtige Rolle zu, um unsere Potenziale als heterogene, ethnisch vielfältige Gesellschaft produktiv zu entwickeln. Die Teilhabe am Kulturleben ist eine wichtige Voraussetzung für die aktive und schöpferische Gestaltung sowohl des eigenen, als auch des gesellschaftlichen Lebens. Ein wesentliches Ziel der Aktivitäten der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) besteht deshalb darin, auch solche Menschen zu erreichen, deren Partizipation an Kunst und Kultur bislang gering ist. Jeder soll die Chance bekommen, sich vielfältige Formen der Kultur zu erschließen - unabhängig von individuellen Fähigkeiten, von ethnischer oder sozialer Herkunft sowie von Geschlecht oder Alter. Denn kulturelle Bildung ist unverzichtbar für die Persönlichkeitsentwicklung insbesondere junger Menschen, ihre sozialen Kompetenzen und für die gesellschaftliche Teilhabe. Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Maßnahmen werden überall in Deutschland von lokalen Bündnissen vor Ort durchgeführt." (S. 85 Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016)