Instrumentales Amateurmusizieren in Deutschland

Das instrumentale Amateurmusizieren, ausgeübt von nicht-professionellen Musikerinnen und Musikern, ist eine vielgestaltige Sparte des Musiklebens in Deutschland. In knapp 35.000 Orchestern und Ensembles engagieren sich rund 2 Millionen Menschen für diesen wichtigen Bereich unserer Kultur - ehrenamtlich, kompetent und verlässlich. Die musikalische Arbeit vollzieht sich in allen Sparten von A wie Akkordeonorchester bis Z wie Zupforchester. Anspruchsvolle Originalliteratur gehört ebenso zum Repertoire der Ensembles wie Jazz- und Popularmusik, Kirchenmusik oder Volksmusik. Eine Vielzahl der Orchester hat ein hervorragendes musikalisches Niveau, das in Wettbewerben und Konzerten immer wieder unter Beweis gestellt wird.

 

Nicht nur in musikalischer Hinsicht ist die sich auf ehrenamtliches Engagement stützende Orchesterlandschaft in Deutschland von erheblicher Bedeutung. Die meisten Amateurorchester sind in Vereinen organisiert und haben daher nicht nur bezogen auf Kunst- und Traditionspflege, sondern auch unter gemeinschaftsbildenden wie auch der jugendpflegerischen Aspekte einen anerkannt hohen gesellschaftspolitischen Stellenwert. Musikvereine sind daher nicht nur als Ort der Musikpflege zu verstehen, sondern auch als Institutionen sozialer und kommunikativer Repräsentanz. Darüber hinaus bilden die Orchester den Nährboden auf dem Begabungen wachsen, Talente entdeckt sowie in vielen Fällen Voraussetzungen für den späteren Beruf eines Musikers erworben werden.