Instrumentales Amateurmusizieren als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

v.l.n.r.: Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, Maila von Haussen (BDO), Prof. Christian Höppner (Deutscher Musikrat), für die Kultusministerkonferenz Dr. Martina Münch (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und der Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission und Vorsitzender des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe Prof. Christoph Wulf. Foto: Niklas Dörr

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, Kultusministerin Dr. Martina Münch für die Kultusministerkonferenz und Prof. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission haben heute in Berlin die Urkunden zur Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes überreicht. Darunter der von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände über den Deutschen Musikrat eingereichte Vorschlag Instrumentales Amateurmusizieren.

 

Prof. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission unterstrich: „Immaterielles Kulturerbe prägt Identitäten, stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert den Dialog zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Es ist Quelle von Kreativität und Innovation und trägt zu gesellschaftlichem Wandel bei. Ich gratuliere allen heute Ausgezeichneten ganz herzlich und danke ihnen für ihre stetige Weiterentwicklung unseres kulturellen Erbes. Sie stehen für die Vielfalt unserer Kulturlandschaft.“

Ernst Burgbacher, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO): „Das vielfältige Amateurmusizieren prägt die Kultur in Deutschland in ganz besonderer Weise. Die Bandbreite reicht von A wie Akkordeon bis Z wie Zither und umfasst alle Stilrichtungen. Viele der insgesamt rund 35.000 Amateurorchester haben ein hervorragendes musikalisches Niveau, das in Wettbewerben und Konzerten immer wieder unter Beweis gestellt wird. Die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist eine Anerkennung der großartigen Arbeit in den meist ehrenamtlich geführten Vereinen, die für unsere Gesellschaft sehr wichtig ist. Wir freuen uns gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat über die Auszeichnung.“

Gleichzeitig wurden die Posaunenchöre als eigene Form des Laien- und Amateurmusizierens ausgezeichnet. Hierzu gratuliert die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände ihrem Mitgliedsverband, dem evangelischen Posaunendienst in Deutschland, sehr herzlich.

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes soll die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Deutschland sichtbar machen. Es wird in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen UNESCO-Kommission und verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt. Die in das Verzeichnis aufgenommenen kulturellen Ausdrucksformen und ihre Träger stehen exemplarisch für die Kreativität und den Erfindergeist unserer Gesellschaft.