Bundeswettbewerb für Auswahlorchester - Programm vorgestellt

Die besten Auswahlorchester Deutschlands kommen nach Trossingen
6. Bundeswettbewerb für Auswahlorchester mit rund 650 Mitwirkenden
16 Ensembles der Spitzenklasse stellen sich den Juroren
Publikum erwartet musikalische Highlights in vielen Stilrichtungen

Hier geht es zum exklusiven Presse-Material (Passwort-Anfrage bei der BDO-Geschäftsstelle)

Trossingen ist am Freitag und Samstag, 9. und 10. November, Austragungsort des 6. Bundeswettbewerbs für Auswahlorchester. 16 Ensembles der Spitzenklasse aus ganz Deutschland werden dazu in der Musikstadt erwartet. Die zahlreichen Auftritte bei den Wettbewerben aber auch Eröffnungs- und Abschluss-Konzert bieten dem Publikum musikalische Highlights in den unterschiedlichsten Stilrichtungen – und das bei freiem Eintritt. Der Wettbewerb ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland und wird nur alle vier Jahre angeboten.

 

 

Der 1998 erstmals ausgetragene Bundeswettbewerb für Auswahlorchester findet dieses Jahr zum zweiten Mal in Trossingen statt. Er geht auf eine Initiative von Prof. Dr. Hans-Walter Berg zurück, den langjährigen Direktor der Trossinger Bundesakademie für musikalische Jugendbildung und einstigen Geschäftsführer der veranstaltenden Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO). Bei den teilnehmenden Ensembles handelt es sich um vereins- und schulübergreifende überregionale Orchester mit ausgewählten Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus dem Amateurbereich. In diesen Klangkörpern treffen sich das Jahr über projektweise Talente aus anderen Orchestern zum Musizieren auf deutlich höherem Niveau. In ihren Fachverbänden gelten diese Auswahlorchester in der Regel als ausgewiesene Talentschmieden.

Allerdings: Auch an diesem Wettbewerb gehen die in der Musikwelt zu beobachtenden Veränderungen nicht spurlos vorüber. Nahmen am fünften Wettbewerb im Jahre 2014 in Siegen noch 28 Orchester teil, sind es diesmal in Trossingen nur noch 16 Ensembles. Nach Einschätzung der BDO sind die Gründe für diesen Rückgang sehr vielschichtig. Sie reichen demnach von „knapper gewordenen Finanzierungsmöglichkeiten der Anreise bis hin zu Generationsumbrüchen in der Besetzung“. Die Veranstalter haben deshalb auch entsprechend reagiert und diesmal aufgrund der logistischen und finanziellen Belastungen für die Orchester auf ein Preisträgerkonzert verzichtet. Der Wettbewerb endet nun am Samstagabend mit der Bekanntgabe der Ergebnisse im Rahmen eines Konzertes mit dem Trossinger Orchester Hohnerklang.

Den Auftakt des Wettbewerbs mit rund 650 Mitwirkenden bildet am Freitag um 20 Uhr das Eröffnungskonzert im Ernst-Hohner-Konzerthaus mit dem Landesblasorchester Baden-Württemberg und dem Landes-Polizeiorchester. Der Wettbewerb ist tags darauf an drei Spielorten: Konzerthaus, Bundesakademie und Musikhochschule. Im Konzerthaus stellen sich von 11 bis 14.40 Uhr die Akkordeonorchester den Juroren, von 15 bis 17.40 Uhr sind die Bigbands an der Reihe. Die Blasorchester sind von 9 bis 16.10 Uhr in der Bundesakademie dran. Der einzige teilnehmende Posaunenchor tritt von 11 bis 11.40 Uhr in der Musikhochschule vor die Jury. In der Musikhochschule sind von 14 bis 16.40 Uhr Zupforchester und Gitarrenorchester zu hören. Die Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der Ergebnisse findet um 20 Uhr im Konzerthaus statt.

Kostenfreie Tickets gibt es unter www.wao18.de


Trossinger vor und hinter den Kulissen dabei:
als Helfer, Musiker, Juror, Dirigent, Komponist…

Veranstalter dieses musikalischen Großereignisses ist die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO), die in der Musikstadt Trossingen seit 1956 ihren Sitz hat. Aktiv mit dabei ist das Orchester Hohnerklang, dessen Mitglieder nicht nur das Abschlusskonzert bestreiten, sondern auch zusammen mit den Trossinger Bläserbuben für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Überhaupt sind zahlreiche der Musikszene zugehörige Trossinger in diesen nur alle vier Jahre stattfindenden Wettbewerb eingebunden. Beispielsweise René Schuh, der Direktor der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung, der den Vorsitz des ehrenamtlichen Fachbeirats übernommen hat. Als Juroren agieren Johannes Baumann und Werner Glutsch, zwei Dozenten des Hohner-Konservatoriums, ferner Stefan Halder, Honorarprofessor an der Musikhochschule und langjähriger Dirigent der Stadtkapelle Trossingen. Er dirigiert auch beim Eröffnungs-Konzert das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg, das unter anderem eine Komposition des jungen Trossingers Nikodemus Gollnau präsentiert. Musikalisch in Erscheinung treten weitere in Trossingen bekannte Gesichter: Kons-Dozent Stefan Hippe dirigiert das Akkordeon-Landesjugendorchester, sein Kollege Wolfgang Ruß stellt sich mit A-Train, der Landes-Akkordeon-Bigband Hessen, den Juroren. Und auch mit Stücken einiger Komponisten der Trossinger Szene gehen Ensembles in den Wettbewerb: Vier teilnehmende Akkordeonorchester spielen Peter Hochs „Unter den Himmeln“, außerdem sind Titel von Fritz Dobler und Stefan Hippe vertreten, und auch Kompositionen der Trossinger Akkordeonlegende Rudolf Würthner sind vertreten.