Die Initiative: Integration durch Musik

In Deutschland hat inzwischen jede fünfte Person einen Migrationshintergrund. Ihre Integration ist eine Schlüsselaufgabe für die ganze Gesellschaft, bei der auch das Amateurmusizieren bzw. die Musikvereine eine große Rolle spielen können.

Bereits im Frühjahr 2008 hat die BDO daher gemeinsam mit der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände die Initiative "Integration durch Musik" gegründet.


Integration - dabei sein und mitmachen - bezieht sich auf alle Lebenslagen und gesellschaftlichen Bereiche. Das BDO-Präsidium erweiterte die thematische Ausrichtung der Initiative daher im Jahr 2012 gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention. Schließlich leben in Deutschland über 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Davon hat mit 7,6 Millionen die Mehrzahl eine schwere Behinderung. Viele Kulturangebote für Menschen mit Behinderungen wären ohne die Arbeit von freiwillig Aktiven nicht denkbar. Ehrenamtliches Engagement gibt es jedoch nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern selbstverständlich auch von ihnen. Die BDO möchte mit der Initiative Integration durch Musik auch hier Impulse für ein besseres Miteinander setzen.

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Kulturstaatsministerin sieht kulturelle Teilhabe als Schlüsselaufgabe

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte beim Treffen mit Experten der kulturellen Integration: „Kulturelle Teilhabe spielt eine Schlüsselrolle für gesellschaftliche Integration und Zusammenhalt in unserem Land. Sie bildet die Voraussetzung dafür, dass Deutschland als plurales, weltoffenes und tolerantes Land für jeden erlebbar wird. Kultur öffnet Welten. Dafür benötigen wir nicht nur hochklassige Angebote, sondern wir müssen alle Kultureinrichtungen auch konsequent für Menschen mit anderen kulturellen Erfahrungen öffnen – und zwar nicht nur im Publikum, sondern auch auf den Bühnen und in den Chefetagen. Das ‚Netzwerk kulturelle Bildung und Integration‘ leistet dazu einen substanziellen Beitrag, indem es sich intensiv und konstruktiv mit aktuellen Entwicklungen auseinandersetzt. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass ‚Kultur für alle‘ keine Utopie bleibt.“

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Neues zum Thema Inklusion in der kulturellen Bildung

Bei der Fachtagung „einfach // weiter // machen“ der Deutschen Bläserjugend (DBJ) vom 5. bis 6. November in Mainz stellte Projektleiterin Janina Bauke die Ergebnisse des Projektes „miteinander inklusive“ vor. Jugendliche hatten alle elf Projekte im Innovationsfonds kulturelle Bildung betrachten und waren der Frage nachgegangen, wie Inklusion partizipative Methoden verändert. Ihr erstes Fazit lautet: "Inklusion und Partizipation sind zwei Seiten der gleichen Medaille und zugleich ein ständiger Prozess." Das Projekt wird durch einen Jugendbeirat gestaltet und gemeinsam mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände durchgeführt.

   

15 Thesen der Initiative kulturelle Integration

Heute stellte die Initiative kulturelle Integration ihre 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ in Berlin vor und überreichte sie anschließend der Bundeskanzlerin. Die Initiative kulturelle Integration ruft Einzelpersonen genauso wie Organisationen, Vereine oder auch Unternehmen zur Mitunterzeichnung der Thesen auf. Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters sprach von einem gesellschaftspolitischen Meilenstein. Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats, möchte mit der Initiative ein Bewusstsein schaffen für den Wert kultureller Vielfalt und eine gesamtgesellschaftliche Debatte anstoßen. Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, lobte den konstruktiven Aushandlungsprozess, den der vierte der Initiatoren, Staatssekretär Thorben Albrecht, als hartes Ringen bezeichnete. Entstanden sei eine Arbeitsgrundlage.

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